Pferdesport: Brite John Whitaker holte Golden Trophy Die deutschen Springreiter müssen weiter auf einen Sieg in einer wichtigen Prüfung beim 62. CHIO-Turnier in Aachen warten. Der Brite John Whitaker stand am Samstag einem Doppel-Erfolg der Gastgeber im Wege. Der 43jährige «Altmeister» holte sich auf Flower die Golden Trophy vor Doppel-Europameister Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Champion du Lys und dessen Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Just do it. In der Siegerrunde der besten acht Reiter nach zwei Umläufen zeigte Whitaker auf seiner zehnjährigen Stute, die er erst seit drei Wochen reitet, den schnellsten fehlerfreien Ritt in 36,79 Sekunden. Sein Lohn für den Sieg in dem mit 118 000 Mark dotierten Springen waren 24 000 Mark. Die Zeit von Whitaker war auch für Beerbaum nicht zu schlagen. Er holte sich vor 35 000 Zuschauern den zweiten Platz mit seinem neunjährigen Schimmelhengst mit null Fehlerpunkten in 37,25 Sekunden vor Meredith Michaels-Beerbaum, die mit Just do it in 37,47 Sekunden ebenfalls fehlerfrei blieb. Eine Überraschung war das Abschneiden von Caroline Müller aus Rottweil. Die erst 15jährige erreichte dank eines fehlerfreien Ritts auf Lester (41,63 Sekunden) Rang fünf.
Weltmeister Rodrigo Pessoa war beim Springen «Best of Champions» wieder einmal der Beste. Der 26jährige brasilianische Ausnahmereiter gewann die wie im Finale einer Einzel-WM im Pferdewechsel entschieden wurde. Pessoa setzte sich gegen Beerbaum, Doppel-Olympiasieger Ulrich Kirchhoff (Borken) und den Vorjahressieger des Großen Preises von Aachen, den für Österreich startenden Pfälzer Hugo Simon, durch. Als einziger blieb er auch auf den Pferden seiner Konkurrenten ohne Abwurf. Die anderen drei Reiter belegten mit je acht Fehlerpunkten gemeinsam Platz zwei in dem mit 100 000 Mark dotierten Springen.
In der Dressur deutete sich am Samstag im Grand Prix Special ein Wachwechsel an. Alexandra Simons-de Ridder gewann erstmals eine internationale Prüfung gegen Weltklasse-Konkurrenz. Die 35jährige aus Aachen erhielt für ihre überragende Vorstellung auf dem zehn Jahre alten Holsteiner Wallach Chacomo 1 673 Punkte. Diese Note hatte die Zweite der Deutschen Meisterschaften in ihrer bisherigen Karriere noch nie erreicht. Team-Weltmeisterin Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) landete auf dem elf Jahre alten russischen Wallach Rusty Platz zwei.
Für Isabell Werth gab es die zweite Enttäuschung innerhalb von zwei Tagen. Die 29jährige Rheinbergerin mußte sich mit dem 16 Jahre alten Hannoveraner Wallach Gigolo wie schon im Grand Prix am Freitag erneut geschlagen geben und hat kaum noch Chancen, am Sonntag in der Kür mit Musik zum achten Mal in Folge die Gesamtwertung in Aachen zu gewinnen. Sie kam nur auf 1 570 Punkte und rangierte am Ende an fünfter Stelle.
Zwei Wochen vor den Europameisterschaften in der niederländischen Stadt Arnheim muß die angehende Juristin nach jahrelanger Dominanz mit ihrem Ausnahmepferd um ihre Führungsposition nicht nur international, sondern nun auch national fürchten. Auch für Nadine Capellmann verlief der Samstag wenig erfreulich. Sie wurde einen Tag nach ihrem Sieg im Grand Prix auf Gracioso mit 1 533 Platz nur Elfte
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