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| Pferde » Reitbedarf » Muenchen Obwohl die Hände unterschiedlich auf das Pferd ein-wirken, müssen ihre Bewegungen doch gemeinsam ablaufen, und es darf nicht vorkommen, daß eine Hand allein agiert und die andere nur mitgeht.« Mit diesem Satz stellt sich Bacca richtigerweise gegen die Vorschrift der kompromißlosen Caprilli-Anhänger, derzufolge es genügt, einen Zügel zurückzunehmen und mit dem zweiten nur proportional dazu nachzugeben. Diese Vorgangsweise mag zwar im Pferde » Reitbedarf » Muenchen Anfangsstadium der Ausbildung genügen, nicht aber bei einer verfeinerten Form der Reiterei, also in einem Ausbildungsstadium wie jenem, das wir auf diesen Seiten beschreiben. Will der Reiter einen Rechtskreis im verkürzten Trab ausführen, muß er einsitzen: Die rechte Hand hält er dabei ein wenig höher als die linke Hand, leicht gespannt, um Pferde » Reitbedarf » Muenchen den Pferdekopf entlang der Kreislinie zu führen. Die linke Hand hält den Kontakt mit dem Pferdemaul aufrecht und bestimmt dessen Position (mehr oder weniger nahe dem Widerrist), je nach der Genauigkeit, mit der das Pferd den Kreis beschreibt. (Nuno Oliveira schrieb: »Der Innenzügel beugt, stellt, der Außenzügel setzt, begrenzt.«) Gleichzeitig bleibt das Innenbein verwahrend am Pferde » Reitbedarf » Muenchen Sattelgurt, während das Außenbein ein wenig weiter hinten die Rippengegend des Pferdes zur Krümmung veranlaßt. Wenn das Pferd vom Kopf bis zum Schweif perfekt gekrümmt ist und sich mit der richtigen Dynamik fortbewegt, kann es der Reiter belohnen, indem er die Anlehnung lockert (der Kontakt bleibt jedoch bestehen) und die Beine entspannt: Das ist die berühmte descente de main et des jambes, das Pferd am langen Zügel. Halbe Parade Pferde » Reitbedarf » Muenchen Manchmal kann es während der Arbeit zu einer Tendenz des Pferdes zur Schulterlastigkeit kommen, oder Pferde » Reitbedarf » Muenchen |
| Pferde » Reitbedarf » Muenchen der Reiter will versuchen, das Tier in eine Balance zu bekommen oder seine Balance zu verstärken. Dazu dient die sogenannte halbe Parade (im Französischen: demi-arret). Es handelt sich dabei um ein eher energisches Eingreifen, das aber niemals brutal sein darf: Der Reiter hebt eine oder beide Hände und versucht, die Vorderpartie des Pferdes (Kopf und Hals) in den Griff zu bekommen, so daß die Balance nach hinten verlagert wird. Pferde » Reitbedarf » Muenchen Diese Zügelhilfe wird rasch ausgeführt und wird stets unmittelbar von einer nachgebenden Hilfe gefolgt. Bei der halben Parade muß das Pferd den Halsansatz und den Kopf heben, wobei der Genickwinkel nicht vergrößert werden soll. Dieser müßte im Gegenteil eher kleiner werden. Die halbe Parade kann in allen Gangarten ausgeführt werden. Beim Springen dient sie dem Pferd zur Sammlung der Balance vor Inangriffnahme des Hindernisses. Vorwärtsparade Pferde » Reitbedarf » Muenchen (Gleichzeitige »Halt«parade mit der Hand und entgegengesetzt wirkender Fersendruck durch Sporen) Bereits mehrmals haben wir auf die Regel »Hand ohne Beine, Pferde » Reitbedarf » Muenchen Beine ohne Hand« hingewiesen. Dies ist eine Regel, die stets eingehalten werden muß. Eine Ausnahme hierzu bilden nur Extremfälle, in denen man dem Tier mit Bestimmtheit und Konsequenz begegnen muß. In diesen Situationen (Widersetzlichkeiten, Notfälle usw.) muß man zu jenem Mittel Pferde » Reitbedarf » Muenchen greifen, das die Franzosen die Parade mit gleichzeitigem, entgegengesetzt wirkendem Fersendruck nennen (effet d'ensemble sur l'dperon). Achtung: Diese Vorwärtsparade kann nur bei gut geschulten Pferden, die leicht an der Hand und sensibel an den Beinen sind, nutzbringend angewendet werden. Anderenfalls verwirrt es sie und kann die Widersetzlichkeit noch verstärken. Pferde » Reitbedarf » Muenchen Faverot de Kerbrech beschreibt diese Einwirkung in Pferde » Reitbedarf » Muenchen |
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