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http://www.bestattungs-kutsche.de/ - Zuletzt aktualisiert am: 10.12.2007





        

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In der goldenen Kutsche durch London

Zum Höhepunkt des Goldenen Thronjubiläums von Königin Elizabeth II.

hat die britische Monarchie am Dienstag ihren ganzen Pomp aufgeboten. In einer langen Prozession zog die Regentin durch die Londoner Innenstadt. Zum ersten Mal seit ihrem Silbernen Thronjubiläum 1977 saß sie dabei wieder in ihrer goldenen Kutsche aus dem 18. Jahrhundert. Am Straßenrand jubelten ihr über 700 000 Menschen zu.
Prinz William (19), Prinz Harry (17) und andere Mitglieder der Königsfamilie fuhren in offenen Kutschen. Gardesoldaten in historischen Uniformen zu Fuß und zu Pferde begleiteten die Monarchin vom Buckingham-Palast über die Prachtstraße The Mall zum Trafalgar Square und weiter zum Gerichtsbezirk Temple.

Dort erhielt die in Hellblau gekleidete Königin in einer mittelalterlichen Zeremonie Zugang zur City of London. Die City, das Finanzviertel der britischen Hauptstadt, wacht seit jeher über ihre Unabhängigkeit und erlaubt dem Monarchen den Zutritt nicht ohne weiteres. Die Queen musste zunächst das Perlenschwert des Lord Mayor der City berühren, dann durfte sie in ihrer goldenen Kutsche passieren, allerdings erst nach längerer Wartezeit. Planwagenfahrten Die Zeremonie geht auf das Jahr 1215 zurück.

Wenig später hielt die Kutsche vor den Stufen der St. Paul's- Kathedrale - genau an der Stelle, an der sie 1897 beim Diamantenen Thronjubiläum von Königin Victoria gestoppt hatte. In der 300 Jahre alten Kuppelkirche, in der 1981 Prinz Charles und Lady Diana geheiratet hatten, waren die höchsten Würdenträger des Königreiches versammelt, darunter Premierminister Tony Blair und eine Reihe seiner Vorgänger. Die Königsfamilie war mit 47 Mitgliedern nahezu vollständig vertreten. Erzbischof George Carey verglich die Queen in seiner Predigt mit ihrer Vorgängerin Elizabeth I., die einen langen Kampf gegen das damals viel mächtigere Spanien durchgestanden hatte. Er hob «Standfestigkeit» und «Pflichtbewusstsein» der Königin hervor. Am Ende sangen alle «God Save The Queen».

Die britische Presse wertete die Feiern zum Thronjubiläum am Dienstag als vollen Erfolg - trotz des Brandes im Buckingham-Palast am Sonntagabend. Auf einhellige Begeisterung stieß das Popkonzert, das am Montagabend im Garten des Palastes veranstaltet worden war. Vor 12 000 Zuschauern traten unter anderem Paul McCartney, Shirley Bassey, Elton John, Tom Jones, Phil Collins, Ricky Martin, Annie Lennox, S Club 7 und Rod Stewart auf.

Vor der in Pink, Blau und Gold angestrahlten Palastfassade und in den angrenzenden Parks wurde die «Party at the Palace» auf großen Leinwänden von über einer Million Menschen verfolgt. Die Queen selbst erschien erst nach zweieinhalb Stunden. Das als «Golden Jubilee-Girl» angekündigte Staatsoberhaupt wurde vom Publikum mit Ovationen empfangen.

Am Ende kam sie zusammen mit Prinz Philip (80), Prinz Charles (53), Prinz William und Prinz Harry auf die Bühne. Charles hielt eine kleine Rede, die er mit den Worten begann: «Eure Majestät... Mami, in meiner langen Erfahrung mit Popkonzerten ist dies etwas ganz Besonderes gewesen. Ich glaube, niemand von uns wird das je vergessen.» Großbritannien sei stolz auf seine Königin.

Ein großes Feuerwerk, das die ganze Palastfassade in einen Goldregen tauchte, schloss den Abend in London ab, während im ganzen Land Leuchtfeuer entzündet wurden. Sie erinnerten an die Feuer, die 1588 unter der Herrschaft der ersten Elisabeth an der Küste angesteckt worden waren, als dort die spanische Armada gesichtet wurde.

 

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