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| Ein Schlemmerfest mit einem Ausmaß, wie es das in der Lüneburger Heide noch nie gegeben hat, geht an diesem Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Camp Reinsehlen bei Schneverdingen über die Bühne: Mehr als 30 Restaurants, Bauernhof-Cafés und Hofläden aus der Heideregion schaffen einen Marktplatz, auf dem die Besucher alle möglichen kulinarischen Genüsse finden. Im Gasthaus des Camps Reinsehlen gibt es passend dazu von 11 bis 15 Uhr ein Brunchbuffet mit Spezialitäten aus der Lüneburger Heide. Auf dem Marktplatz haben die Besucher die Qual der Wahl: Eilter Biokäse oder lieber Hirtensuppe? Ginseng-Produkte oder Buchweizenwaffeln? Butter- oder Apfelkuchen? Lammbratwurst oder Heidschnucke? Barnstedter Bier oder Heidjer-Obstbrand? Das ist nur eine kleine Auswahl aus dem Riesenangebot an kulinarischen Genüssen. Das Schlemmerfest bietet neben kulinarischen Genüssen auch ein buntes Rahmenprogramm mit Spiel und Spaß, das besonders für Kinder viel zu bieten hat: Quiz-Rallye mit anschließender Verlosung, Strohburg, Drachensteig-Wettbewerb, Kartoffeldruck-Werkstatt, Streichelzoo und Go-Kart-Par- cours. Aber auch für erwachsene Besucher gibt es Erlebenswertes: Bauern-Triathlon, Kutschfahrten oder Bogenschießen. Beim Schlemmerfest stehen keine der üblichen Imbißbuden und Belustigungen – alles was es zu sehen, auszuprobieren und zu verköstigen gibt, ist „Handarbeit“ aus der Lüneburger Heide. Die Anfahrt ist auch mit Planwagen und Kutschen möglich. Weil die teilnehmenden Betriebe sonst in acht Landkreisen zwischen Fischerhude bei Bremen und Gartow (Lüchow-Dannenberg), zwischen Rosengarten bei Hamburg und Meinersen (bei Gifhorn) beheimatet sind, können sich Interessierte an diesem Tag über alle Betriebe der „Regionalen Eßkultur Lüneburger Heide“ informieren. Das ist nicht nur für familiäre Anlässe wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder den Sonntagsausflug interessant, sondern eine Reihe von Restaurants und Bauernhof-Cafés haben sich auf die professionelle Ausrichtung von Firmenveranstaltungen wie Betriebsausflüge, Meetings oder Produktpräsentationen spezialisiert. Aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel sind bei dem Schlemmerfest außer dem Gasthaus Camp Reinsehlen Eggers’ Hofcafé aus (Ellingen), der Hof Borstel (Borstel in der Kuhle), das Hotel Heide-Kröpke (Ostenholzer Moor), der Freerks Hof (Fallingbostel), das Flora-Ginseng-Farm-Café (Bockhorn) und der Biohof Eilte (Ahlden) beteiligt. |
| Reiterliche Tradition fortgesetzt bö Soltau. Der Ursprung des Reitsports und damit die Anfänge des RuF Soltau sind auf das engste mit der Landwirtschaft verbunden. Das beweist die Satzung des Vereins vom 1. Dezember 1947. „Die Reit- und Fahrstunden werden von Reitlehrern unter Berücksichtigung der vorliegenden landwirtschaftlichen Arbeiten nach Vereinbarung mit den Mitgliedern festgesetzt“, heißt es dort in Paragraph 13. Erst kürzlich erhielt Rolf Sander, 1. Vorsitzender des Vereins, ein vergilbtes Exemplar dieses Schriftstücks. Außerdem vermachte der inzwischen verstorbene Hermann Drewes aus Tetendorf dem Verein eine Ausschreibung des ersten Vereins-turniers, daß am ersten September 1948 auf der Ellinger Heide stattfand – zusammen mit der Satzung die einzigen Dokumente, die aus den Gründerjahren erhalten sind. Nach der Gründungsversammlung in 1947 und zwei Jahre später dem ersten öffentlichen Turnier, wurde der Verein 1951 ins Amtsregister eingetragen – mittlerweile ist der RuF also schon 52 Jahre alt. Walter Müller war der erste Geschäftsführer und Hermann Oetjen, Schwiegervater von Rolf Sander, bald darauf 1. Vorsitzender. Bereits 1913 wurde in der Böhmestadt mit der Einrichtung der königlichen Offizierreitschule das Fundament für den Reitsport gelegt. August Oetjen aus Tetendorf gründete später den Pferdezucht-Verein und Turnier-Verband. 1920 kam die Abteilung C der Kavallerieschule Hannover nach Soltau. Major Preusser, der Leiter der Garnison, übernahm den Vorsitz des Verbandes der Pferdezucht-, Reit-, Renn- und Fahrvereine der Kreise Soltau, Fallingbostel und Rotenburg, dem Vorgänger des RuF. Für die Reit- und Fahrschule und die mit ihr verbundene Remonteschule, die junge Pferde für das Militär ausbildete, standen mehr als 500 Pferde in Soltau. Für die Ausbildung lebten 100 Bereiter und Reitlehrer in der Böhmestadt, da-runter auch die späteren Olympiasieger Hauptmann Stubbendorff, Oberst Gerhard und Oberstleutnant Hasse. Viele zivile Angestellte blieben nach 1945 und führten die reiterliche Traidtion im RuF weiter. So wurden die Voltigierer unter dem früheren Wachtmeister und Oberpikeur Walter Mergen 1958 Landessieger. Sein 40000 Qudratmeter großes Gelände kaufte der Verein 1951 für 30 Pfennig pro Quadratmeter. Die Pferde waren Anfangs in kleinen Ställen an der Harm-Tyding- , Karl-Peters- und Winsener Straße, sowie Bahnhof- und Rosenstraße untergebracht. Mit 16000 Mark Guthaben wurde 1975 die Halle gebaut, wo nun acht Vereinspferde stehen. Rolf Sander: „Seitdem gibt es eine Stelle, an der sich die Vereinsmitglieder treffen können |
| 40 Kutschen im Konvoi 4. Fahrertag in Schneverdingen und Zahrensen bz Schneverdingen. Mehr als 40 Gespanne aus ganz Norddeutschland nehmen an dem Kutschenkonvoi teil, der Teil des 4. herbstlichen Fahrertages ist, der am Sonntag, 6. Oktober, in Schneverdingen stattfindet. Eine beachtliche Vielfalt an Pferderassen, vom stolzen Friesen bis hin zum kernigen Isländerpferd, wird sich auch dieses Jahr mächtig ins Geschirr legen. Veranstalter sind die Fahrsportakademie Niedersachsen, der Reit- und Fahrverein Schneverdingen sowie die Reit- und Fahrschule Klaus Meyer in Zahrensen. Nach dem großen Erfolg der vergangenen drei Jahre, rechnen die Veranstalter auch an diesem Tag mit mehreren hundert Zuschauern auf den Straßen und auf dem Hof Klaus Meyer. Um 10 Uhr startet ein Kutschenkonvoi vom Hof Meyer an der Finteler Straße 8 in Zahrensen, der gegen 10.30 Uhr am Schneverdinger Rathaus eintrifft. Dort können die Zuschauer verschiedene Kutsch-wagen wie zum Beispiel Sulky, Doktorwagen, Vis à Vis, Marathonwagen und Landauer bewundern. Nach einer kurzen Begrüßung setzen sich die Wagen zu einer lustigen Orientierungsfahrt in Bewegung. Auf dem Hof Meyer in Zahrensen beginnt um 12.30 Uhr ein buntes Programm. Die Zuschauer können die Reiter bei einer Dressur- und Springquadrille bestaunen oder eine Darbietung in der Kunst des Dressurreitens im Damensattel bewundern. Die Teilnehmer des Fahrertages erwartet ein „Hindernis-Spaß-Parcours“, der eine kleine Herausforderung für jeden Kutscher darstellt. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf viele weitere Überraschungen gefasst machen wie zum Beispiel die Aufführung eines Märchens durch Kinder und Jugendliche aus dem Stall Meyer. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. |
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